Musik fürs Baby – Wie lautet die Devise?

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Von musikalischer Früherziehung wird nicht erst seit gestern gesprochen und auch Schlaflieder werden schon seit Menschengedenken von Generation zu Generation regelmäßig weitergegeben, um den Kleinen ein möglichst entspanntes und stressfreies Hinübergleiten in die Traumwelt zu ermöglichen. Trotzdem sind viele Eltern sich gerade aufgrund der unzähligen neurowissenschaftlichen und psychologischen Studien jüngeren Datums unsicher, wie viel Musik dem eigenen Kind guttut und welche Musik sich für Neugeborene und Kleinkinder eigentlich am besten eignet.\r\n\r\nMuss der eigene Babybauch schon vor der Geburt mit Mozart, Beethoven und all den anderen großen klassischen Komponisten beschallt werden, damit sich der Nachwuchs schon im Mutterlaib besonders prächtig entwickelt? Und ist Rockmusik im Kindesalter tatsächlich schlecht für die soziale Entwicklung des eigenen Kindes? Diese und andere Fragen sollen in den nachfolgenden Ausführungen mehr oder weniger ausführlich besprochen werden. Hierbei werden allerdings in erster Linie nur verschiedene Befunden sowie Studienergebnisse zusammengefasst. Bei der Rezeption dieser Ergebnisse sollte allen Eltern und denen, die es mal werden wollen, allerdings klar sein, dass keine dieser Studien einen universalen Anspruch auf Richtigkeit stellen kann. Generell ist jede der zahlreichen Untersuchungen meist nur dafür geeignet, ein kleines Stückchen Realität und neues Wissen zu Tage zu befördern. Individuelle Neigungen sowie persönliche Veranlagungen und Entwicklungen des Kindes spielen bei der Ausbildung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Charakterzügen ebenfalls stets eine wichtige Rolle, die auf keinen Fall vernachlässigt oder unterschlagen werden sollte.\r\n

Musik bildet und beruhigt

\r\nbaby-einschlafenMusik hat schon im Mutterleib einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Nachwuchses, so viel hat die Forschung bisher bereits herausgefunden. Bestimmte Melodien, Sprachfolgen und ähnliches werden vom Kind unterbewusst wahrgenommen und lassen dort ein Gespür für den Klang der menschlichen Sprache entstehen. Darüber hinaus wirkt Musik auf das Gehirn von Kindern und Säuglingen stimulierend und kann dabei helfen, soziale Brücken zwischen Kindern zu schlagen. Gemeinsames Musizieren oder Tanzen fördert soziale Kompetenzen und wirkt für das gemeinsame Entgegenkommen der Kinder förderlich. Babys, die Musik wahrnehmen, werden dazu animiert, selbst verschiedenste Laute zu produzieren und kommen so eher in den Genuss erste Worte sprechen und verstehen zu können. Außerdem sind menschliches Lachen und Musik von ihrer internen Struktur her sehr ähnlich, weshalb kleine Kinder, die engen Kontakt zur Musik haben, häufig ebenfalls viel und gerne lachen.\r\n\r\nMusik ist für Kinder aber nicht nur anregend, sondern kann durchaus auch eine beruhigende Wirkung entfalten. Ruhige, entspannte Klänge können beispielsweise als Einschlafhilfe dienen, was unter anderem den Erfolg von Schlafliedern erklärt. Bei der richtigen Musik entspannt sich die Atmung der Kleinen, der Herzschlag verlangsamt sich, eventuelle Angstzustände wie sie etwa nach einem Alptraum auftreten, verflüchtigen sich. Den größten Effekt haben an dieser Stelle übrigens Schlaflieder, die von den Eltern selbst vorgesungen werden, wie auch im nachfolgenden Abschnitt noch weiter ausgeführt wird.\r\n

Wie sollte die Musik präsentiert werden?

\r\nWer denkt, dass er seine Kinder besser oder einfacher mithilfe vom Musik erziehen kann und dafür lediglich eine CD in die Stereoanlage zu schieben braucht, der befindet sich leider auf dem Holzweg. CDs, Kuscheltiere mit Soundeffekt oder singende Bilderbücher können zwar als eine Art Unterstützung durchaus in den regelmäßigen Alltag eingebaut werden, aber ein Radio, das den ganzen Tag vor sich hindudelt, hat noch lange keinen positiven Effekt auf die Entwicklung des eigenen Kindes.\r\n\r\nViel wichtiger und vor allem effektiver ist beispielsweise das gemeinsame Musizieren mit dem Kind. Eltern, die ihren Kindern regelmäßig etwas vorsingen, erzielen eine viel größere Wirkung als diejenigen, die nur eine CD laufen lassen. Dabei ist es grundsätzlich irrelevant, ob die Eltern begnadete Musiker sind oder einfach nur eine kleine Melodie vor sich hinsummen können. Auf die schiefen Töne kommt es den Kleinen gar nicht an. Deutlich effektiver wird in diesem Fall die Bindung, die zwischen Eltern und Nachwuchs entsteht. Gemeinsames Singen und Musizieren macht neugierig und aufgeschlossen, Kinder orientieren sich an ihren Eltern und entdecken mit ihnen die verschiedensten Klangwelten.\r\n\r\nDabei kommt es allerdings auch darauf an, mit welcher Art von Musik Kinder in Berührung kommen. Generell empfehlen sich sanfte und beschwingte Töne, wobei ein fetziger Rhythmus grundsätzlich keinen negativen Effekt mit sich bringen muss. Viele Musik-CDS werden extra auf die Bedürfnisse von kleinen Kindern zugeschnitten und können unter anderem als Grundlage für das gemeinsame Musizieren genutzt werden. Eine Auswahl verschiedener CDs findet sich z.B. auf www.babybundles.de oder auch bei uns im Shop.\r\n

Kann Musik auch schädlich sein?

\r\nbaby-musikPrinzipiell verhält es sich so, dass Babys sich an jeden Musikstil gewöhnen können. In der Umgebung von vertrauten Tönen fühlen sie sich wohl und wenn Mami während der Schwangerschaft nun einmal am laufenden Band Heavy Metal gehört hat, werden sich die Kleinen nach der Geburt vermutlich nur wenig von derartiger Musik aus der Ruhe bringen lassen.\r\n\r\nEntscheidender ist dagegen oftmals die Lautstärke, mit der Musik dargeboten wird. Wenn Töne zu laut oder mit einer zu hohen Frequenz abgespielt werden, kann dies das empfindliche Trommelfell der Neugeborenen und Kleinkinder schädigen. Dementsprechend empfiehlt es sich, bei der musikalischen Beschallung des Nachwuchses lieber einen Gang zurückzuschalten und im Zweifelsfall immer auf die eigene Stimme zu vertrauen. Das schafft bei den Kleinen nicht nur Wohlgefallen, sondern stärkt außerdem die Bindung und schafft wunderschöne intime Momente zu zweit.

Author Bio

Julia Nestler

Hallo lieber Leser,\r\n\r\nmein Name ist Julia Nestler. Die meisten kennen mich jedoch als Juli. Ich bin die Inhaberin von croco - für klein und größer, wo du alles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre findest, was du so brauchst.\r\n\r\nZudem bin ich Trageberaterin der Trageschule Dresden und stehe dir gern zur Seite, wenn du Hilfe bei einem Tragesystem brauchst, egal ob es sich um ein Tragetuch oder eine Tragehilfe handelt. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir einfach eine Mail oder hinterlass mir über den Blog eine Nachricht, damit ich dir auf schnellstem Wege antworten kann.\r\n\r\n

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