Mit dem Kind ins Büro – Geht das überhaupt?

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Berufstätige Frauen mit Kindern haben es nicht immer leicht. In Zeiten, in denen die Betreuungsangebote für Kinder zwar permanent ausgebaut werden sollen, die Kapazitäten vieler Tagesstätten und Kindergärten aber immer noch nicht groß genug sind, verzichten viele Mütter lieber auf ihre Karriere und bleiben bei ihren Kindern daheim. Das kann nicht nur Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Familie haben, sondern langfristig auch zu psychischen Belastungen führen. \r\n\r\nDer fehlende Ausgleich und der ständige Verzicht können bei Frauen auf Dauer zu negativen Emotionen führen, die zusätzliche Spannungen bereiten.\r\n

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  • Was aber könnte als gute Alternative zu einem fehlenden Kitaplatz angesehen werden?
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  • Wohin mit dem Kind, wenn man als Mutter nicht auf die eigene Berufstätigkeit verzichten möchte oder kann?
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\r\nEin Modell, das gerade im Rahmen der familienfreundlichen Unternehmensführung immer wieder diskutiert wird, ist das Mitbringen der eigenen Kinder zum Arbeitsplatz. Wie dieses Modell aussehen kann und welche Aspekte es zu beachten gilt, wird nachfolgend vorgestellt.\r\n

Die rechtliche Situation

\r\nGenerell haben Mütter keinen rechtlichen Anspruch darauf ihre Kinder mit zur Arbeit zu bringen. Dies gilt unabhängig von der Art des Arbeitsplatzes. Allerdings existiert auch keine rechtliche Grundlage, die ein derartiges Verhalten kategorisch unterbindet. Vielmehr sollte das Mitbringen des eigenen Nachwuchses  auf Absprachen mit Vorgesetzten und Kollegen beruhen.\r\n\r\nUngefähr zwanzig von hundert Frauen ist es beispielsweise erlaubt das eigene Kind im Rahmen einer Ausnahmesituation mit zur Arbeit zu bringen, beispielsweise wenn die Kita unvorhergesehen geschlossen oder die Tagesmutter erkrankt ist. Solche Absprachen sind zugunsten der Mütter zwar positiv zu bewerten, können im negativsten Fall aber auch jederzeit wieder aufgehoben werden, beispielsweise wenn sich herausstellt, dass das Kind die Leistungsfähigkeit der anderen Mitarbeiter einschränkt. Gesetzlich vorgegeben dagegen sind in einigen Ländern die sogenannten Stillzeiten, die stillenden Müttern auch während der regulären Arbeitszeit gewährt werden müssen.\r\n

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Kinder als Störfaktor bei der Arbeit

\r\nDer Grund, weshalb viele Vorgesetzte es ihren Angestellten nicht gestatten, die eigenen Kinder mit an den Arbeitsplatz zu bringen, liegt auf der Hand: Ein Kind im Büro verströmt einfach ein unglaubliches Ablenkungspotential. Selbst wenn das Kind ruhig und entspannt ist und dabei ganz für sich spielt, können viele Mitarbeiter sich mit einem Kind im Raum nur wenig konzentrieren. Schließlich kann es den Kleinen nicht verboten werden Geräusche zu erzeugen oder gelegentliche Wünsche zu äußern. Bei einem Kind dagegen, das vielleicht sehr unruhig oder gar krank ist, ist der Störfaktor offensichtlich.\r\n\r\nAber auch für Kinder muss es nicht unbedingt angenehm sein, den Tag in einem Büro zu verbringen. Die natürlichen Regungen und der Spieldrang werden zwangsläufig unterdrückt, schlimmstenfalls bekommt das Kind die Ablehnung der Mitarbeiter zu spüren, weil diese sich in ihrer Tätigkeit gestört fühlen.\r\n

Es geht auch anders

\r\nIm Zuge der familienfreundlichen Unternehmensführung existieren mittlerweile aber auch ganz andere Konzepte, die gerade den berufstätigen Müttern besonders entgegenkommen. So finden sich an größeren Unternehmen bereits jetzt betriebsinterne Kindertagesstätten, in denen die Kinder sich aufhalten, während Vater oder Mutter auf demselben Unternehmensgelände ihrer Arbeit nachgehen.\r\n\r\nAber auch kleinere Unternehmen, bei denen sich ein eigener Kindergarten nicht lohnen würde, machen sich heutzutage immer mehr Gedanken darüber, wie sie junge Familien bei der Arbeit unterstützen können. So besteht beispielsweise die Möglichkeit in einem kleinen Unternehmen ein gesondertes Spielzimmer einzurichten, in dem sich die Kinder vergnügen können und eventuell von einer Aufsichtsperson betreut werden.\r\n\r\nEin derartiges Modell empfiehlt sich vor allen Dingen dann, wenn in einem Unternehmen mehrere Angestellte über jüngere Kinder verfügen. Auch flexiblere Arbeitszeiten können jungen Eltern, die Probleme hinsichtlich der Betreuung ihrer Kinder haben, sehr unterstützen. Eine weitere Möglichkeit wäre darüber hinaus die Einrichtung eins Home-Office-Büros für betroffene Angestellte. So kann einerseits eine Betreuung des eigenen Nachwuchses stattfinden, ohne dass sich andere Arbeitskollegen dadurch gestört fühlen müssten.\r\n\r\nBis einheitliche Modelle und Methoden sich durchgesetzt haben, wird es vermutlich jedoch noch ein langer Weg werden. Neben vielen familienfreundlichen Unternehmen existieren noch viel mehr Arbeitgeber, die ihre unternehmerischen Prioritäten eindeutig anders setzen. Aktuelle Trends und Entwicklungen weisen aber gerade für berufstätige Mütter in eine positivere Zukunft.

Author Bio

Julia Nestler

Hallo lieber Leser,\r\n\r\nmein Name ist Julia Nestler. Die meisten kennen mich jedoch als Juli. Ich bin die Inhaberin von croco - für klein und größer, wo du alles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre findest, was du so brauchst.\r\n\r\nZudem bin ich Trageberaterin der Trageschule Dresden und stehe dir gern zur Seite, wenn du Hilfe bei einem Tragesystem brauchst, egal ob es sich um ein Tragetuch oder eine Tragehilfe handelt. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir einfach eine Mail oder hinterlass mir über den Blog eine Nachricht, damit ich dir auf schnellstem Wege antworten kann.\r\n\r\n

1 Comment
  1. sebastian

    10. Februar 2014 at 13:08

    hallo, ich finde es gut das manche mütter ihr kind in ausnahmen situationen mit auf arbeit nehmen können, natürlich ist es auch nicht in allen berufsgruppen machbar kinder mit zur arbeit zunehmen. Es müßte oft mehr für Kinder getan werden.

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