Die Supermama

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Super Momma

Als Kontrast zum gestrigen Thema Elternführerschein heute die Supermama in Aktion. Was genau bewegt diese Übermütter alles perfekt zu machen und woher haben sie das? Die Supermutter scheint nie aufzugeben, nie müde zu sein bis die Kinder tief schlummern, bei keinem Problem lange nachzudenken oder gar schwach zu werden. Sie hat einfach alles im Griff und weiß auf alles eine logische Antwort. Sie kann fast schon selbst völlig fertig sein und doch noch die zehnte Seite im Gute Nacht Buch zu Ende lesen, sie kocht jeden Tag super leckeres Essen, das auch noch sehr gesund ist und die Wohnung ist natürlich sauber geputzt und die Wäsche gebügelt im Schrank. Beeindruckend ist die Energie die manche Frauen an den Tag legen und das ist bewundernswert in vielerlei Hinsicht. Aber wo bleibt sie denn eigentlich? \r\n\r\nDer Antrieb alles super machen zu wollen ist manchmal auch zuviel. Irgendwann kommt der Punkt an dem auch die Supermama erkennt dass sie zwar alles gut hinbekommen hat aber auf sich selbst völlig verzichtet hat. Denn wer so powert kann nicht auch noch echte Freizeit haben und sich einmal ein Auszeit nehmen. Vielleicht gibt es das, Frauen die das dann auch noch schaffen, diese sind dann aber wirklich sehr seltene Exemplare. Die Supermama organisiert alles, plant die Geburtstage, die Familienpartys und die Urlaube. Der Alltag ist fest verplant, der Haushalt straff organisiert und Aufgaben streng verteilt.\r\n\r\nDie Familie genießt diesen straff geplanten Tagesablauf und hat es einfach sich unter ihrem Regiment entspannt zurückzuziehen. Oder ist es gar nicht so einfach sich bei so einer Mutter auch einmal fallen zu lassen? Irgendwas bleibt auf der Strecke und die Kinder werden recht leistungsorientiert erzogen. Die Supermama sollte es lernen auch mal alles liegen zu lassen und einen Tag lang einfach nichts zu tun. Wie schön ist es doch mit den Kindern einen „Nichts-Tu-Tag“ einzulegen, bei dem jeder einfach machen kann was er will und sich nicht mehr alles um die nächsten Termine oder neue Aufgaben dreht.\r\n\r\n\r\n\r\nEs muss auch nicht immer etwas anstehen zum Beispiel an den Wochenenden. Hier kann man auch gut einmal ein Projekt starten das heißt: jeder darf tun was er will. Die Angst davor, dass alles aus dem Ruder laufen könnte ist zum größten Teil unberechtigt. Die Kinder wissen in den meisten Fällen schon was sie dürfen und was nicht. Also wenn sie so eine Supermama sind dann lassen sie auch mal locker und genießen sie einen Tag lang und lassen einmal einfach alles liegen. Es wird ihnen so gut gefallen, dass sie es bestimmt wiederholen werden. Langfristig kann man diesen Standard nicht durchhalten und irgendwann kommt die große Krise im körperlichen oder psychischen Bereich.\r\n\r\nUm einmal ein Beispiel aus der Realität zu nennen war mir eine junge Frau sehr gut bekannt, die alleinerziehend war, drei kleine Kinder hatte im Alter von 1 – 5 Jahren. Sie hatte einen Aushilfsjob, einen perfekten Haushalt, jeden Tag super gesundes Essen auf dem Tisch (was ja alles nicht schlecht ist!) und ein Sozial Pädagogik Studium in Vollzeit. Als ich das erfuhr staunte ich nur und ich konnte nicht begreifen wie sie das zeitlich und kräftemäßig hinbekam. Aber es ging. Die Kinder waren super und alles war bestens organisiert.\r\n\r\nDas ging zwei Jahre gut und dann kam der totale Zusammenbruch. Also die Frage ist warum tut eine junge Frau sich das an und was treibt sie denn an alles so perfekt machen zu wollen? Sie wollte es sich beweisen dass sie das schafft und hatte natürlich auch die Notwendigkeit im Kopf, Geld verdienen zu müssen, weiter zu kommen um später mehr Geld zu haben, deswegen das Studium! Aber das war alles zu viel! Leider musste sie dann auf anderer Weise erfahren was sie getan hatte und das es so einfach nicht geht. Danach schaltete sie fünf Gänge zurück und es ging auch irgendwie weiter. \r\n\r\n\r\n\r\nSchlussfolgernd sollte man sich immer mal wieder als Mutter oder auch Vater selbst betrachten und über das was man gerade tut reflektieren. Nur so kommt man dem näher was wirklich gerade mit einem selbst abläuft und ob das noch gut ist. Oft fehlt einem dieser realistische Einblick ins eigene Leben denn wer lässt sich schon gerne dreinreden vor allem wenn man gerade so richtig in Fahrt ist und meint alles super zu machen! Also die Supermama ist vom Ansatz her eine gute Sache nur sollte sie es nicht übertreiben und auch an sich denken. Die Kinder spüren das und finden es auch gut wenn die Mama etwas für sich tut.

Author Bio

Julia Nestler

Hallo lieber Leser,\r\n\r\nmein Name ist Julia Nestler. Die meisten kennen mich jedoch als Juli. Ich bin die Inhaberin von croco - für klein und größer, wo du alles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre findest, was du so brauchst.\r\n\r\nZudem bin ich Trageberaterin der Trageschule Dresden und stehe dir gern zur Seite, wenn du Hilfe bei einem Tragesystem brauchst, egal ob es sich um ein Tragetuch oder eine Tragehilfe handelt. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir einfach eine Mail oder hinterlass mir über den Blog eine Nachricht, damit ich dir auf schnellstem Wege antworten kann.\r\n\r\n

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