Designerbabys durch Präimplantationsdiagnostik (PID)

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Gentechnik Klon

Die sehr umstrittene Präimplantationsdiagnostik beschäftigt sich mit den zellbiologischen und molekulargenetischen Untersuchungen beim Embryo der durch Invitro Fertiilisation (Befruchtung außerhalb der Gebärmutter im Reagenzglas) erzeugt wird. An diesen Zellen wird untersucht ob der Embryo genetische Schäden oder Veränderungen aufweist.\r\n\r\nIst dieser Embryo nicht „gesund“ wird er der Frau erst gar nicht eingesetzt und ein anderer wird untersucht und ausgewählt. Dieses Auswahlverfahren stößt verständlicherweise auf Kritik denn hier wird eine Selektion vorgenommen die eigentlich nicht in der Macht des Menschen stehen sollte. Natürlich kann man damit bewirken eine genetische Krankheit zu entdecken oder bei einer bestimmten Vorbelastung der Eltern zu schauen ob dieser Embryo die genetische Störung besitzt.\r\n\r\nAber wo fängt dieser Prozess an und wo hört er wieder auf und was kann man damit noch alles auswählen und aussortieren. Nach dem neuesten Stand der medizinischen Forschungen geht es eben auf diesem Gebiet schon sehr viel mehr. Da ist dann die Rede vom Designerbaby und ehrgeizigen Eltern die den Genkatalog des Embryos mitbestimmen wollen.\r\n\r\nIn Zukunft könnte es so aussehen dass Eltern sich ein Kind nach ihren Wünschen aussuchen mit blonden Haaren und einem IQ von 140 oder Ähnlichem. Die Horrorvorstellung wird doch nicht wirklich wahr werden? Wenn ein Paar unbedingt einen Jungen möchte werden alle weiblichen schon einmal aussortiert, bei der blühenden Phantasie der Menschen bleibt dann nichts unversucht. Auch sehr in die Kritik geraten sind solche Babys die „erzeugt“ werden weil sie ein schon „vorhandenes“ Baby der Eltern retten sollen. Erzeugt man Invitro einen Embryo der die gleichen Eigenschaften besitzt wie ein krankes Kind das schon auf der Welt ist kann dieses Baby dann sein Geschwisterkind retten.\r\n\r\nDas sind natürlich Fälle die schon reichlich Zweifel aufkommen lassen und man bekommt Angst was mit diesen Methoden im Namen der Medizin dann letztendlich alles angestellt wird. Aus diesen Gründen und vielen anderen denkbaren Möglichkeiten ist die PID ein sehr umstrittenes Thema.\r\n\r\nMöglichkeiten und Risiken bei der Präimplantationsdiagnostik\r\n\r\nUrsprünglich zum Nachweis genetisch bedingter Krankheiten entdeckt und benützt sind viele andere Dinge mit der PID machbar. Natürlich können Paare die unbedingt ein Kind möchten und vielleicht schon viele Misserfolge hatten mit dieser Methode doch noch zu einem Kind kommen. Da dabei wird angenommen dass eine Chromosomenstörung vorliegt die dazu führt dass eventuell Fehlgeburten ausgelöst werden.\r\n\r\n\r\n\r\nSortiert man diese Embryonen aus kann man die Erfolgsrate wohl verbessern dass sich der Embryo in der Gebärmutter einnistet. Nachweise dass diese Methode gar nicht so eindeutig zum Erfolg führt wie ursprünglich angenommen gibt es aber inzwischen auch schon wieder. Wer auf diese Methoden zurückgreifen möchte oder muss um ein Kind zu bekommen muss in erster Linie mit sich selbst im Reinen sein ob er das wirklich will und moralisch mit sich vereinbaren kann.\r\n\r\nDie Risiken bestehen immer im Missbrauch und der Weiterführung solcher Methoden die dann irgendwann nicht mehr kontrollierbar sind und unter neuen Bedingungen immer gerechtfertigt werden. „Social Sexing „ nennt man zum Beispiel die Auswahl des Geschlechts bei den Embryonen die je nach Nachfrage der Gesellschaft entweder mehr Mädchen oder mehr Jungen brauchen. Um ein ausgewogenes Verhältniss zwischen den Geschlechtern herzustellen. Unglaublich aber schon Praxis. In Europa wird heute schon diese Praxis angewendet und zwei Prozent der Fälle werden ohne einen Krankheitsbezug auf diese Weise zur Selektion des Geschlechts ausgewählt.\r\n\r\nIn den USA sind es schon 10 Prozent aller PID die nur gemacht werden um das „richtige“ Geschlecht des Kindes vorzubestimmen. Grundsätzlich stellt diese Methode immer die Diskussion in Gang um den Wert des lebens- und nicht lebenswerten Menschen dar und ist auch nicht zu Ende diskutiert. Während die einen noch diskutieren stellen sich inzwischen andere ihr Designer Baby zusammen. Na hoffentlich stehen die Eltern dann auch zu ihrem Designer Kind wenn es dann mal ernsthafte Probleme macht und nicht die ausgesuchten und gewünschten Eigenschaften an den Tag legt!

Author Bio

Julia Nestler

Hallo lieber Leser,\r\n\r\nmein Name ist Julia Nestler. Die meisten kennen mich jedoch als Juli. Ich bin die Inhaberin von croco - für klein und größer, wo du alles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre findest, was du so brauchst.\r\n\r\nZudem bin ich Trageberaterin der Trageschule Dresden und stehe dir gern zur Seite, wenn du Hilfe bei einem Tragesystem brauchst, egal ob es sich um ein Tragetuch oder eine Tragehilfe handelt. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir einfach eine Mail oder hinterlass mir über den Blog eine Nachricht, damit ich dir auf schnellstem Wege antworten kann.\r\n\r\n

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