Das Problem mit dem Kinderwagen

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Julia (27 J) hat ein einjähriges Kind und wohnt in einem Mehrfamilienhaus in Berlin. Als sie vormittags zum Einkaufen gehen will, ist sie überrascht. Der Kinderwagen, der unten im Hausflur geparkt war, stand nicht mehr an seinem Ort. Er stand am anderen Ende des Flurs. Drinnen lag ein Zettel mit der Nachricht: „Wenn Sie den Kinderwagen weiterhin so ungünstig abstellen, werden wir uns beim Vermieter beschweren. Entweder stört Ihr Gefährt beim Vorbeigehen oder versperrt die Briefkästen.“ Nun überlegt sie den ganzen Weg zum Supermarkt, was sie tun könne. Den Kinderwagen jedes Mal in die Wohnung hoch schleppen? Das bedeutet: weniger Platz im Flur. Dazu kommt der Schmutz, der in die Wohnung getragen wird. Oder den Wagen in den Keller tragen, wo er feucht steht und auch über Treppen transportiert werden muss? \r\n\r\nAls Julia vom Einkauf zurückkommt, trägt sie erst ihr Kind und die Einkäufe in die oberste Etage. Dann wird der Wagen unter großem Kraftaufwand nach oben bugsiert. Aufgeregt ruft Julia ihren Mann an und erzählt ihm von der traurigen Begebenheit. Mehr als sie zu trösten, kann Thomas nicht tun. Aber auch ihn beschäftigt das Problem den restlichen Arbeitstag. Am Abend setzen sich beide zusammen und überlegen, was sie tun können. Auf die Dauer wird der Transport über die drei Treppen zu mühselig, das ist ihnen klar. Da kommt Peter ein Gedanke: Es wird doch anderen Familien ebenso gehen. Dafür muss es doch eine Lösung geben. In Familienforen im Internet sucht er, bis er einen guten Tipp bekommt. Eine Homepage, auf der eine Kinderwagenbox angeboten wird, ist ein Lichtblick für das junge Paar. Dabei handelt es sich um eine „Garage“ für einen Kinderwagen. Sie ähnelt einem Gartenhäuschen aus Leichtmetall, welches in den Hof gestellt werden kann. \r\n\r\nEs ist so geräumig, dass nicht nur der Kinderwagen hinein passt. Man könnte also Wagen, Kindersitz und Dreirad hinein stellen. Das wäre optimal für die Bedürfnisse der jungen Familie. Die Frage ist nur, ob der Vermieter die Aufstellung des Kiwabo im Hof genehmigt. Aufgeregt, aber glücklich können Julia und Peter kaum schlafen. Nun haben sie endlich einen Ausweg für die unangenehme Situation gefunden. Eigentlich kommen sie mit den anderen Mieter im Haus sehr gut klar. Das soll doch nicht am Stellplatz für den Kinderwagen scheitern. \r\n\r\n

\r\n\r\nDer nächste Tag könnte die Entscheidung bringen. Julia fasst sich ein Herz und ruft beim Vermieter an. Sie bittet um ein persönliches Gespräch. Um den Vermieter zu überzeugen, druckt sie ein Foto der Kinderwagenbox aus, notiert sich die Adresse der Homepage und überlegt sich auf dem Weg zum Vermieter die besten Argumente. Aufgeregt betritt sie das Büro des Vermieters und kommt schnell zum Punkt. Der Vermieter hört sich ihre Idee interessiert an und lässt sich das Bild zeigen, auf dem die „Kinderwagengarage“ zu sehen ist. Er scheint von der Idee ganz angetan zu sein und fragt, welchen Stellplatz man sich vorstelle. Dazu haben sich Julia und Peter schon Gedanken gemacht. Sie wählten einen abgeschiedenen Platz im Hof, wo die Box sehr gut hinpassen würde. \r\n\r\nDas Einzige, was das Paar etwas geschockt hat, war der Preis von 595 Euro. Aber die Ausgabe könnte sich lohnen, wenn noch ein Kind käme oder man die Box hinterher an andere interessierte Familien verkaufen könnte. Der Vermieter schien zu überlegen. Julia vermutete, dass es nun doch eine Absage geben würde. Weit gefehlt! Ihr Gegenüber dachte über die Finanzierung im Rahmen einer Investition nach. So könnte er das Wohnumfeld für junge Familien interessanter machen und die Box vermieten. Da in den benachbarten Häusern auch junge Familien wohnen, wäre der Kauf mehrerer Boxen lohnend. Ein Gespräch mit dem Steuerberater bestätigte, dass dies möglich wäre. \r\n\r\nJulia konnte es kaum glauben. Sie kämen zu dem benötigten Stellplatz und auch andere Familien könnten davon profitieren. Der Vermieter hatte nun auch einige Probleme weniger, die ein Kinderwagen im Hausflur anrichten konnte. Keine Radspuren an der Wand und zufriedene Mitmieter sind ein gutes Argument für den Kauf der Kiwabo. Nun kann Julia zufrieden nach Hause gehen. Ihren Mann ruft sie schon unterwegs an, um ihm von der guten Nachricht zu erzählen.

Author Bio

Julia Nestler

Hallo lieber Leser,\r\n\r\nmein Name ist Julia Nestler. Die meisten kennen mich jedoch als Juli. Ich bin die Inhaberin von croco - für klein und größer, wo du alles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre findest, was du so brauchst.\r\n\r\nZudem bin ich Trageberaterin der Trageschule Dresden und stehe dir gern zur Seite, wenn du Hilfe bei einem Tragesystem brauchst, egal ob es sich um ein Tragetuch oder eine Tragehilfe handelt. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir einfach eine Mail oder hinterlass mir über den Blog eine Nachricht, damit ich dir auf schnellstem Wege antworten kann.\r\n\r\n

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