Blutschwämmchen – Sind die eigentlich gefährlich?

8518 views Leave a comment
blutschwaemmchen1

Ungefähr eines von zweihundert Babys verfügt bei seiner Geburt über ein sogenanntes Blutschwämmchen. Dies ist in der Regel ein kleiner, knollenartiger roter Fleck, der auf der Haut sitzt und sich nicht selten in kleine, rundliche Parzellen unterteilt. Hin und wieder können auch Erwachsene im mittleren Alter plötzlich ein solches Blutschwämmchen ausbilden, häufig finden sie sich im Kopf- und Halsbereich oder am Rumpf des Betroffenen.\r\n\r\nDiese Blutschwämmchen sind, konkret bezeichnet, embryonale Tumore und das klingt nicht nur bei genauerer Betrachtung ziemlich gruselig. Was genau so ein Blutschwämmchen nun eigentlich ist, wie es entsteht und ob Mütter und Väter sich sorgen müssen, soll der nachfolgende Artikel untersuchen. Selbstverständlich ersetzen diese Ausführungen keine medizinische Diagnose, diese kann nur ein Arzt stellen, der im Zweifelsfalle von den Eltern befragt werden sollte.\r\n

Was genau ist ein Blutschwämmchen?

\r\nWie bereits erwähnt wurde, ist das Blutschwämmchen (Hämangion) die Bezeichnung für einen embryonalen Tumor. Dieser embryonale Tumor entwickelt sich während der Organbildung- und entwicklung im Mutterleib. Ein Hämangion ist meist schon während der Geburt vorhanden, kann sich in einigen Fällen aber auch erst in den ersten Lebenswochen und -monaten entwickeln. Häufig ist das Blutschwämmchen durch eine Art Oberflächenstruktur gekennzeichnet, die als Gefäßlumen bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich um Hohlräume in einem Gefäß, das durchblutet wird. Die Gefäßlumen sorgen für die knotige Struktur der Blutschwämmchen.\r\n

Hämangiom

\r\nWie genau die Blutschwämmchen oder Hämangione entstehen ist bisher noch völlig unbekannt. Wissenschaftler konnten bisher noch keine hinreichende Erklärung ausfindig machen. Es scheint allerdings Hinweise darauf zu geben, dass es etwas mit den Genen oder bestimmten Hormonen zu tun hat. Bisher ist nichts darüber bekannt, ob die Ausbildung von Blutschwämmchen bei Neugeborenen verhindert werden kann.\r\n\r\nIn der Regel kommen Kinder bereits mit einem Blutschwämmchen auf die Welt oder sie bilden es in den ersten Wochen und Monaten außerhalb des Mutterleibs aus. Eines von zweihundert Babys, die aktuell auf die Welt kommen, verfügt bereits über ein solches Hämangion, Mädchen sind deutlich häufiger betroffen als Jungs. Auch diese Erkenntnis lässt darauf schließen, dass genetische oder hormonelle Faktoren eine Rolle bei der Entstehung spielen könnten.\r\n\r\nHin und wieder kommt es auch vor, dass Erwachsene Blutschwämmchen ausbilden. Dies geschieht meistens in einem Alter ab dreißig Jahren. Diese Blutschwämmchen werden dann auch Altersblutschwämmchen (PDF) genannt, unterscheiden sich in der Regel aber nicht von den Blutschwämmchen, die sich bei Neugeborenen feststellen lassen. Auch wenn Hämangione kleine Tumore sind, sind sie doch gutartig, Grund zur Sorge müssen sie demnach erst einmal nicht liefern.\r\n

Wo treten Hämangione auf?

\r\nAuch wenn ein Blutschwämmchen meist im Kopf- oder Halsbereich eines Säuglings auftritt, existieren auch andere Orte, an denen sich ein Hämangion ausbilden kann. Hierzu gehören beispielsweise der Rumpfbereich oder aber auch die inneren Organe. In seltenen Fällen kann ein Hämangion sich auch im Auge ausbilden. Je nach Größe und Ort der Ausbildung des Blutschwamms, sollte ein Arzt über eine mögliche Entfernung entscheiden.\r\n\r\nAuch wenn Blutschwämmchen in der Regel als ungefährlich gelten und nicht zwingend entfernt werden müssen (zum Beispiel am Hals oder am Rücken), kann es hin und wieder doch ratsam sein den Eingriff vorzunehmen und das Hämangion von einem Mediziner entfernen zu lassen. Dies betrifft vor allen Dingen Fälle, in denen das Hämangion stark wächst oder an einer ungünstigen Stelle, wie etwa im Auge auftritt. Um gesundheitliche Risiken für das Kind oder den Erwachsenen zu vermeiden, ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen und eventuelle Maßnahmen einzuleiten. Ob ein Blutschwämmchen entfernt werden sollte oder nicht, wird vom Mediziner individuell entschieden.\r\n

Sollte ein Blutschwämmchen entfernt werden?

\r\nSowohl bei Kleinkindern als auch bei Erwachsenen stellt sich immer wieder die Frage, ob die roten Blutschwämmchen entfernt werden müssen oder nicht. In der Regel gilt, je größer ein Blutschwämmchen ist, desto eher sollte es entfernt werden. Die Verletzungsgefahr wächst zusammen mit der Größe des Hämangions und um selbige zu vermeiden, ist es ratsam, das Schwämmchen entfernen zu lassen. Risiken bestehen aufgrund der Tatsache, dass es sich beim Blutschwamm um ein Blutgefäß handelt. Wenn dieses verletzt wird, findet keine Blutgerinnung statt und die Wunde wird nicht aufhören zu bluten. Der Arzt muss in einem solchen Fallen unbedingt aufgesucht werden, um die notwendigen Schritte vorzunehmen und eine Infektion zu vermeiden.\r\n\r\nVerschiedene Möglichkeiten, ein Blutschwämmchen zu entfernen, sind beispielsweise chirurgische Eingriffe mit dem Skalpell, die Elektrokoagulation oder die Entfernung per Laser.\r\n\r\nFür weitere Informationen über die Entfernung eines Blutschwämmchens oder dessen Abgrenzung zu anderen Hautauffälligkeiten bei Kleinkindern, empfiehlt sich ein Blick auf die Seite www.blutschwaemmchen.net.\r\n\r\n 

Author Bio

Julia Nestler

Hallo lieber Leser,\r\n\r\nmein Name ist Julia Nestler. Die meisten kennen mich jedoch als Juli. Ich bin die Inhaberin von croco - für klein und größer, wo du alles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre findest, was du so brauchst.\r\n\r\nZudem bin ich Trageberaterin der Trageschule Dresden und stehe dir gern zur Seite, wenn du Hilfe bei einem Tragesystem brauchst, egal ob es sich um ein Tragetuch oder eine Tragehilfe handelt. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir einfach eine Mail oder hinterlass mir über den Blog eine Nachricht, damit ich dir auf schnellstem Wege antworten kann.\r\n\r\n

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *