Babyschwimmen – Wenn die Kleinen das erste Mal planschen

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Die Bilder von lachenden Babys im Wasser kennt wohl jeder. Wie kleine Fischchen klammern sie sich an ihren Müttern fest oder versuchen teilweise sogar erstmalig allein durch das kalte Nass zu paddeln. Die ganz Mutigen unter ihnen nehmen den Kopf unter Wasser, halten den Atem an und tauchen eine kleine Runde. Mit geöffneten Augen natürlich, denn man will ja etwas von der Welt sehen.\r\n\r\nDie Rede ist hierbei natürlich vom sogenannten Babyschwimmen. Und auch wenn das im ersten Augenblick ein bisschen nach Modeerscheinung und einer Idee von übervorsorglichen Müttern klingt, ist Babyschwimmen keineswegs neu, sondern wird schon seit Menschengedenken zelebriert. Früher natürlich nicht in Kursen und unter Aufsicht, aber doch durchaus nach denselben Prinzipien. Warum genau Babyschwimmen eigentlich so gut für das Kind sein soll und worauf interessierte Mütter ganz besonders achten sollen, wird im nachfolgenden Bericht verraten.\r\n

Die Geschichte des Babyschwimmens

\r\nWie bereits erwähnt wurde, handelt es sich beim Babyschwimmen keineswegs um einen neuen Hype oder Trend, der sich erst in den letzten Jahren ausgehend von besonders hippen und engagierten Müttern entwickelt hat. Das Babyschwimmen hat in der menschlichen Geschichte eine lange Tradition, was Volkskundler und auch die Zeugnisse von Schriftstellern belegen.\r\n

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\r\nEine richtige Welle an Babyschwimmern tauchte dann aber in den siebziger Jahren des letzten Jahrtausends auf. Kleine Babys und ihre Mütter drängten geradezu in die Schwimmbäder, die nun auch Kurse für Kleinstkinder anboten. Der Grund dafür war eine wissenschaftliche Studie, die von der Sporthochschule Köln 1968 eingeleitet und im Jahr 1975 vorgestellt wurde. Darin wurden die zahlreichen positiven Effekte aufgezeigt, die das Babyschwimmen auf die motorische Entwicklung des Babys haben kann. Und schon war eine unglaublich effektive Sportart für Babys offiziell geboren.\r\n

Der positive Effekt des Babyschwimmens

\r\nDer erste und vielleicht offensichtlichste positive Effekt des Babyschwimmens ist die Tatsache, dass Babys schon in frühem Alter an Wasser gewöhnt werden. Auch wenn die meisten Kinder auch später keine oder kaum Probleme mit dem Element Wasser haben und meist unbefangen mit diesem umgehen, gibt es viele Kleinkinder, die gerade beim Duschen oder Baden in der heimischen Wanne eine Abneigung entwickeln. Beispielsweise das Wasser, das ihnen beim Duschen über den Kopf läuft, wird dann als unangenehm empfunden. Das Babyschwimmen, bei dem die Kinder sich früh im und mit dem Wasser zu bewegen lernen, beugt dieser Entwicklung vor.\r\n\r\nDarüber hinaus wird das Bewegungsverhalten der Babys beim frühkindlichen Schwimmen gefördert. Bei der Bewegung im Wasser werden andere Muskelpartien angesprochen, als das beispielsweise in der Bauchlage auf dem Boden im heimischen Wohnzimmer der Fall ist. Die Babys nehmen ihre Umgebung im Wasser anders war und lernen ihren Körper kontrollierter und vor allen Dingen exzessiver zu bewegen. Diese Prozesse können dank des Babyschwimmens früher gestartet werden. Wer einen Babyschwimmkurs unter Anleitung wahrnehmen möchte, sollte allerdings darauf achten, dass eine zertifizierte und ausgebildete Leitung die Inhalte vermittelt. Kurse innerhalb Österreichs mit zertifizierten Kursleitern finden sich unter http://www.austrianbabyswim.at/kursorte.html.\r\n

Was sollte beim Babyschwimmen beachtet werden?

\r\nWer mit seinem Baby das erste Mal ins kühle Nass möchte, der sollte trotz aller Ungeduld in jedem Fall das richtige Alter abwarten. Die Babys sollten dabei weder zu jung noch zu alt sein. Säuglinge haben einen angeborenen Tauchreflex, der es ihnen ermöglicht, sich auch unter Wasser zumindest für einen gewissen Zeitraum zu bewegen. Sie müssen sich nicht die Nase zuhalten, wie manche Erwachsene, und sie müssen auch nicht lernen, dass sie unter Wasser nicht atmen dürfen und können. Dieser Tauchreflex verliert sich in der Regel spätestens ab dem 6. Lebensmonat, weshalb es klug wäre, das Babyschwimmen bereits vor Ablauf dieser Zeit zu starten. Generell ist Babyschwimmen ab der sechsten Lebenswoche möglich, wobei jedoch die Konstitution des Kleinen beachtet werden sollte.\r\n\r\n

\r\n\r\nDaneben sollte Babyschwimmen in einer besonders milden Wassertemperatur stattfinden. Je jünger die Kleinen sind, desto höher sollte die Temperatur sein. Darüber hinaus muss auch direkt nach dem Babyschwimmen dafür gesorgt werden, dass dem Baby nicht zu kalt wird. Sofort im Anschluss an das Schwimmen sollte das Kleine abgetrocknet und gewärmt werden. Des Weiteren ist es für Eltern ratsam auch beim Babyschwimmen auf einen geeigneten Schutz am Po zu achten. Während normale Windeln aufgrund ihrer saugstarken Eigenschaften nur bedingt geeignet sind, existieren beispielsweise spezielle Schwimmwindeln, die extra für das Wasser konzipiert wurden. Informationen rund um Schwimmwindeln und alternative Möglichkeiten finden sich unter http://www.babycenter.de/a24013/schwimmwindeln.\r\n

Kritische Stimmen zum Babyschwimmen

\r\nWer sich mit Überlegungen zu einer Kursteilnahme am Babyschwimmen herumträgt, der sollte auch den negativen Stimmen ein wenig Gehör schenken. Anders als viele verbreiten wollen, wird das Babystimmen in der Wissenschaft keineswegs durchweg positiv aufgenommen. Vor allen Dingen aus gesundheitlichen Gründen kann das Babyschwimmen im frühen Alter Risikofaktoren begünstigen.\r\n\r\nWährend die positiven Aspekte in Bezug auf die Förderung der motorischen Leistungen des Babys unbestritten ist, verweisen Mediziner vor allen Dingen auf Spät- und Folgeschäden von Atemwegs- und Infektionskrankheiten. Zwar sind hierfür noch keine Kausalzusammenhänge bewiesen worden, jedoch wurde beispielsweise die frühe Auswirkung von chlorhaltigem Wasser auf den Organismus des Säuglings noch nicht ausreichend untersucht.\r\n\r\nDas deutsche Umweltbundesamt stellt hierzu eine dreiseitige Broschüre zusammen:\r\n\r\nhttp://www.umweltbundesamt.de/publikationen/babyschwimmen-desinfektionsnebenprodukte-in\r\n\r\n Die WELT berichtet in einem ausführlichen Artikel über mögliche Nebenwirkungen von Babyschwimmen:\r\n\r\nhttp://www.welt.de/wissenschaft/article1255641/Babyschwimmen-nicht-empfehlenswert.html\r\n\r\n 

Author Bio

Julia Nestler

Hallo lieber Leser,\r\n\r\nmein Name ist Julia Nestler. Die meisten kennen mich jedoch als Juli. Ich bin die Inhaberin von croco - für klein und größer, wo du alles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre findest, was du so brauchst.\r\n\r\nZudem bin ich Trageberaterin der Trageschule Dresden und stehe dir gern zur Seite, wenn du Hilfe bei einem Tragesystem brauchst, egal ob es sich um ein Tragetuch oder eine Tragehilfe handelt. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir einfach eine Mail oder hinterlass mir über den Blog eine Nachricht, damit ich dir auf schnellstem Wege antworten kann.\r\n\r\n

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